Schwangerschaft und Wärmekabinen - Information von Physiotherm

Wärme und Schwangerschaft


Es liegen derzeit keine klinischen Untersuchungen über Niedertemperatur-Infrarotanwendungen während der Schwangerschaft vor. Deshalb kann man hier auch keine pauschalen Empfehlungen geben.

Die aktuelle medizinische Literatur zu Infrarotstrahlung, Wärmekabinen, Warmbädern und Sauna im Zusammenhang mit "üblich" verlaufenden Schwangerschaften gibt aber keinen Hinweis darauf, dass während einer Wärmeanwendung ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind bestehen würde. Die Erzeugung künstlichen Fiebers (über 38 Grad) sollte man aber vermeiden.

Da aber jede Schwangerschaft individuell verläuft, ist in jedem Fall der behandelnde Arzt zu Rate zu ziehen. Für den Arzt sind dabei folgende Informationen wichtig:

- Die Niedertemperatur-Infrarotanwendung findet in thermisch neutraler Umgebung statt (28 bis 35 Grad Lufttemperatur).

- Durch die sanfte Ganzkörperdurchwärmung erhöht sich die Körperkerntemperatur in 30 Minuten um 0,2 bis 0,3 Grad, der Fieberbereich wird nicht erreicht.

- Die Hauttemperatur im direkt bestrahlten Rückenbereich bleibt unter 43 Grad.

- Die Infrarotstrahlung kann weder Gebärmutter, noch Fruchtwasser, noch Kind direkt erreichen oder beeinflussen.

- Die Herz-Kreislauf-Belastung ist bei diesen Niedertemperaturanwendungen gering. Anfangs kommt es zu einem leichten Anstieg des Blutdrucks (systolisch) und der Herzfrequenz (unter 10 %); langfristig (bei 6 Anwendungen in drei Wochen) kommt es aufgrund des Gefäßtrainings (Blutumverteilung) offenbar zu einem stabilisierenden Einfluss auf den Blutdruck und zu einer tendenziellen Senkung der Herzfrequenz.


Infrarotkabine während der Stillzeit?

Derzeit gibt es keine Untersuchungen zu möglichen Veränderungen der Muttermilch durch die Anwendung der Niedertemperatur-Infrarotkabine. Eine wie auch immer ausgelegte, direkte Beeinträchtigung der Muttermilch durch die Infrarotstrahlung ist nicht zu erwarten, da Infrarotstrahlung nicht in den Körper eindringen kann und somit auch nicht zum Drüsengewebe vordringt.

Durch die erhöhte Durchblutung kann die Milchproduktion während und nach dem Aufenthalt in der Kabine angeregt werden. Das kann parallel zum Schwitzen - zu einem erhöhten Flüssigkeits- und Mineralbedarf führen. Deshalb unbedingt viel trinken und gegebenenfalls den Mineralverlust entsprechend ausgleichen!

Da Schwitzen die Entgiftung über die Schweißdrüsen fördert, wird von einigen Fachleuten angenommen, dass es sich auch positiv auf die Milch auswirken kann.